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"tschuschen:power" in den Startlöchern.

Mini-Serie rund um Jugendliche mit Migrationshintergrund

 

 

Will der ORF mit der Mini-Serie rund um Wiener Jugendliche mit Migrationshintergrund seinem öffentlich rechtlichen Programmauftrag gerecht werden? Ob "tschuschen:power" das Zeug dazu hat, das Thema klischeelos aufzubereiten oder ob das Format nur ein halbherziges Zugeständnis ist, wird sich zeigen. Es gibt nämlich noch keinen fixen Sendeplatz für die fünf 25minütigen Folgen. Im Oktober erscheint eine DVD-Edition.

  

Die jungen Darsteller, allesamt Laien, können sich mit ihrer Performance und dem provokanten Titel gut identifizieren."Also ich finde, wir waren total professionell!", erklärte Sascha Cerimovic, einer der elf jungen Laiendarsteller"Und zu "tschuschn:power" meint er: "Es ist ein Titel, der reinhaut, denn jeder fühlt sich davon angesprochen". Im Mittelpunkt der Handlung steht eine Gruppe von jungen Burschen mit Migrationshintergrund, die an einem Breakdance-Wettbewerb teilnehmen wollen und dafür nach einer Bezeichnung suchen und diese auch finden - "tschuschen:power" eben.

 

"Es geht um junge Österreicher in besonderen Situationen" sagt ORF-Fernsehfilmchef Heinrich Mis, der die Bezeichnung "Migranten" ablehnt. Die Bezeichnung "Tschusch" ist zwar negativ besetzt, aber "schließlich war auch Impressionist lange Zeit ein Schimpfwort", rechtfertigte Produzent Franz Novotny die Betitelung. Der Name der neuen Serie sorge schon für einige Debatten. "Der Diskurs über Migration sollte nicht ständig von der Angst, etwas Falsches zu sagen, geprägt sein", meinte Regisseur Jakob M. Erwa.

  Nachdem die Idee, etwas über Migranten für den ORF zu machen fixiert war, begab sich Erwa vorab zur "Recherche auf die Straße". In mehr als fünf Monaten wurden über 600 Leute gecastet. Nach vier Wochen Proben konnte mit den Dreharbeiten begonnen werde. (gh)

Quelle: Medianet.at

 

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